Die Erzeugung von Rindfleisch mit Mutterkühen ist mit erheblichen Emissionen von Treibhaus- und luftverschmutzenden Gasen verbunden. Um Minderungspotenziale unter deutschen Verhältnissen zu erkennen, bedarf es einer rechnerischen Abbildung der Entstehungsprozesse unter Einbeziehung sowohl der Mütterkühe selbst als auch ihrer Nachkommen.
In der vorliegenden Arbeit werden die Rechenmethoden beschrieben, die eine Abschätzung der Emissionen ermöglichen, wobei die Emissionen der Futterbereitstellung nicht berücksichtigt werden. Das Verfahren wird zunächst auf einen Vergleich zweier gleichgroßer Mutterkuh-Herden mit unterschiedlichen Genotypen (Deutsche Angus und Deutsche Fleisch-Fleckvieh) und unterschiedlichen typischen Lebendmassen und Mastleistungen angewandt, wobei alle anderen Variablen (Futterqualität, Haltungsverfahren, Wirtschaftsdünger-Management) identisch sind.
Die Rechnungen bestätigen die vergleichsweise hohen Emissionen je Produkteinheit. Sie machen deutlich, dass der Rassenunterschied im gewählten Beispiel unbedeutend ist, solange von einer einheitlichen Mastdauer der Nachkommen (hier: 300 Tage) ausgegangen wird. Die geringeren Emissionen je Tier bei den leichteren Angus werden durch die größeren Mengen an verwertbarem Produkt beim Fleckvieh wieder kompensiert.
Beef production with suckler cow herds is linked with considerable emissions of greenhouse gases and air pollutants. In order to identify reduction potentials under German marginal conditions, the entire production process including suckler cows and their offspring has to be reflected in a model.
The work at hand describes the calculation procedures involved. It excludes feed production. A first step compares two suckler cow herds with equal populations but different genotypes (German Angus and German Beef Simmentals) with their typical different weights and weight gains; all other variables (feed quality, housing and manure management) were kept constant.
Our calculations confirm the comparatively high emissions per unit of product. However, the difference caused by genotypes is negligible, if one chooses identical fattening periods (here 300 days). The lesser emissions per animal found for the Angus herd were counterbalanced by increased amounts of usable products from the Simmental herd.