Zur Bedeutung von Schwefel als unerwünschtem Stoff in der Milchkuhfütterung
S. Dänicke1 ; H. Schenkel2 ; 1Institut für Tierernährung, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Friedrich-Loeffler-Institut(FLI), Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, sven.daenicke@fli.bund.de; 2Universität Hohenheim, Landesanstalt für Landwirtschaftliche Chemie (710), Emil-Wolff-Straße 14,70593 Stuttgart, schenkel@lachemie.uni-hohenheim.de
Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit werden die Zusammenhänge zwischen S-Exposition, -Bedarf und -Toleranz der Milchkuh bzw. des Wiederkäuers unter besonderer Berücksichtigung des ruminalen und metabolischen S-Umsatzes bei der Pathogenese typischer S-Vergiftungserscheinungen wie der S-assoziierten Polioencephalomalazie oder sekundären Spurenelementmangelerkrankungen diskutiert. Es wurde geschlussfolgert, dass unter bestimmten Fütterungsbedingungen die S-Toleranzgrenze teilweise überschritten werden kann. Solche Situationen sind eher durch eine unspezifische klinische Symptomatik charakterisiert, so dass auch eine überhöhte S-Aufnahme differenzialdiagnostisch abgeklärt werden sollte.
Keywords/Stichworte:Schwefel; Wiederkäuer; Bedarf; Toleranz; Toxizität
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