Weltmarktentwicklung und Produktionsstrukturen in der Milchwirtschaft
F. Isermeyer1 ; 1Institut für Betriebswirtschaft, Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, E-Mail: folkhard.isermeyer@vti.bund.de
Zusammenfassung
In dem Beitrag werden die internationalen Trends der Milcherzeugung dargestellt und Einschätzungen für die Zukunft abgeleitet. Europa ist zwar immer noch eine Schwerpunktregion der globalen Milchwirtschaft, doch haben die anderen Erdteile in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen. Der Weltmarkt wird in den kommenden Jahrzehnten weiterhin expandieren. Die Weltmarktpreise, die inzwischen auch für den EU-Markt maßgeblich sind, werden tendenziell steigen. Das Bestandsgrößenwachstum ist bisher stetig verlaufen. Die starke Ausbreitung arbeitsteilig organisierter Großbetriebe in den USA könnte darauf hindeuten, dass auch für einige EU-Regionen eine derartige Beschleunigung bevorsteht. Der Strukturwandel führt aber nicht zwangsläufig zu einer Konzentration der Milchproduktion in jenen Regionen, in denen Großbetriebe dominieren. Die Wettbewerbschancen der deutschen Milcherzeugung in einem stärker liberalisierten Milchmarkt werden als überwiegend günstig eingeschätzt.
Keywords/Stichworte:Milchmarkt; Milchpreise; Bestandsgrößen; Wettbewerbsfähigkeit
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