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Neue Wege in der Rinderzüchtung: Somatisches Klonen und transgene Rinder

H. Niemann1 ; 1Institut für Nutztiergenetik, Mariensee 31535 Neustadt. E-Mail: heiner.niemann@fli.bund.de

Zusammenfassung

Das somatische Klonen ist bis heute bei mehr als einem Dutzend Spezies erfolgreich gewesen. Die Erfolgsraten, d.h. der Anteil geborener Nachkommen aus dem Klonprozess, sind niedriger im Vergleich zu konventionell produzierten Tieren. Die weltweit intensive Forschung hat jedoch zu deutlichen Verbesserungen geführt, so dass das Klonen heute bereits bei Rind und Schwein für spezifische Fragestellungen in Forschung und Anwendung eingesetzt werden kann. Das Klonen bietet ein überaus großes Anwendungspotential, insbesondere in der Grundlagenforschung, als therapeutisches Klonen in der Biomedizin sowie als reproduktives Klonen. Für die Tierzucht sind insbesondere die verbesserten Möglichkeiten zur Produktion transgener Tiere von Bedeutung. Die Effizienz des additiven Gentransfers kann erheblich erhöht werden gegenüber dem bisher üblichen Mikroinjektionsverfahren. Auch die selektive Ausschaltung eines Gens (Knockout) ist erstmals durch das Klonen beim Nutztier möglich. Ein weiteres wichtiges Anwendungsfeld ist die Erhaltung genetischer Vielfalt durch Einsatz somatischer Zellen von Tieren bedrohter Rassen. Die Anwendungsperspektiven des somatischen Klonens könnten durch die Verfügbarkeit pluripotenter Stammzellen deutlich erweitert werden. Die neuen genomischen Techniken und das somatische Klonen unter Einbeziehung pluripotenter Stammzellen können wesentlich dazu beitragen, eine effiziente, diversifizierte, zielgenaue und damit nachhaltige Tierproduktion zu entwickeln.

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Keywords/Stichworte:Tierzüchtung; somatisches Klonen; transgene Tiere; Stammzellen

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