MRSA – Was hat ein Krankenhauskeim mit Schweinen zu tun?
J. Harlizius
Tiergesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW,
E-Mail: juergen.harlizius@lwk.nrw.de
Weltweit können gesunde Menschen mit MRSA besiedelt sein. Als Hospitalismuserreger können sie zu Wundinfektionen führen. Auch bei den verschiedensten Nutz- oder Heimtieren und deren Besitzern werden die Erreger nachgewiesen. Aktuelle Untersuchungen aus verschiedenen Ländern zeigen, dass die Schweinehaltung als ein Risikofaktor für die Besiedlung anzusehen ist. Die MRSA-Prävalenz in deutschen Schweinehaltungen ist mit 18-70% hoch. In allen Altersgruppen (Sauen, Ferkel und Mastschweine) können MRSA gefunden werden. Molekulargenetische Untersuchen zeigen, dass sie in der Regel zum Stamm ST398 gehören. In Zukunft muss die Verbreitung noch weiter untersucht werden: wie groß ist die tatsächliche Gefährdung der Menschen, und wann treten Erkrankungen durch welche Stämme auf? Für epidemische Stämme bei Mensch und Tier mit einem hohen Gefährdungspotential muss ein Frühwarnsystem aufgebaut werden.
Keywords/Stichworte:MRSA, Schwein, Krankenhaus, Prävalenz, ST398
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