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Züchtungskunde, 77, (2/3) S. 206 – 217, 2005, ISSN 0044-5401

Künstliche Besamung beim Geflügel

G.-P. Schramm

Zusammenfassung:
Die Untersuchungen zur Künstlichen Besamung des Geflügels lassen sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurückverfolgen. Mit der Entwicklung geeigneter Methoden der Spermagewinnung und Insemination sowie der Spermaverdünnung und -konservierung wurde die Besamung in wachsendem Umfang zur Vermehrung des Geflügels genutzt. Heute ist sie ein wichtiges Hilfsmittel in der Zucht und Reproduktion. Ihre Anwendung variiert jedoch erheblich zwischen den Geflügelarten. Die größte Bedeutung besitzt die Geflügelbesamung in allen Bereichen der Fortpflanzung von modernen schweren Putenlinien. Bei Legehennen, Perlhühnern und Moschusenten wird dieses Paarungsverfahren vorrangig in der Zuchtebene eingesetzt. Damit ist es möglich, das Anpaarungsverhältnis gegenüber der natürlichen Verpaarung deutlich zu erweitern, Sperma über 6 bis 24 Stunden und länger ohne Fertilitätsverlust zu lagern, Spermatransport durchzuführen und mit Hilfe der Tiefgefrierkonservierung Spermadepots als Gen- und Havariereserven einzurichten. Von Nachteil für eine breitere Nutzung der Geflügelbesamung ist der hohe manuelle Aufwand und das Erfordernis der wöchentlichen Durchführung zur Realisierung zufriedenstellender Befruchtungsergebnisse im Bereich von 90 bis 95 %. Es ist davon auszugehen, dass sich die Künstliche Besamung beim Geflügel auch künftig auf die genannten Bereiche konzentrieren wird.

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Keywords/Stichworte:Künstliche Besamung, Geflügel, Spermabehandlung, Besamungsmanagement

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