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Energie- und Nährstoffbedarfsableitung für Hochleistungskühe*

G. Flachowsky1 ; P. Lebzien1 ; U. Meyer1 ; 1Institut für Tierernährung, Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig; E-Mail: te@fli.bund.de

Zusammenfassung

Die steigende Milchleistung der Kühe stellt eine große Herausforderung für die Fütterung der Tiere dar. Höhere Futteraufnahme und energiereichere Rationen können den Mehrbedarf an Energie infolge der höheren Milchleistung häufig nicht abdecken, so dass die Tiere in den Hochleistungsperioden ins Energiedefizit kommen.Nach einem Vortrag anlässlich der FLI/DGfZ-Tagung "Die Milchkuh im Spannungsfeld von Züchtung, Ernährung und Gesundheit", am 23./24.04.2009 in Braunschweig.

Infolge der höheren Futteraufnahme steigt zudem die Passagerate des Futters durch den Pansen an, was eine verminderte Verdaulichkeit im Pansen zur Folge hat. Verminderte Gärgas- und Harnenergieverluste bei höherer Futteraufnahme sowie eine teilweise Verlagerung der Verdauung in den Dünndarm kompensieren die geringere Verdaulichkeit in gewissem Umfang. Neben diesen Einflussfaktoren erschweren auch der Umfang der Stoff- bzw. Energiemobilisation (katabole Prozesse) bei der Hochleistungskuh sowie starke tierindividuelle Schwankungen die Energie- und Nährstoffbedarfsableitung.

In Deutschland hat der Ausschuss für Bedarfsnormen (AfBN) der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) die Aufgabe der Bedarfsableitung übernommen. Über das Vorgehen bei der Bedarfsableitung und aktuelle Herausforderungen bei Hochleistungskühen wird im Beitrag informiert.

english version

Keywords/Stichworte:Hochleistungskuh; Energie; Protein; Aminosäuren; Mineralstoffe; Vitamine; Bedarfsableitung; Ausschuss für Bedarfsnormen

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