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Einflussfaktoren auf die Aktivität von Leberenzymen klinisch gesunder Milchkühe unter Praxisbedingungen

Steffi Wille1 ; Annette Simon2 ; M. Platen3 ; Claudia Oertel4 ; 1Institut für Betriebswirtschaft, Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI), Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, E-Mail: steffi.wille@vti.bund.de; 2Humboldt-Universität zu Berlin, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Philippstr. 13, 10115 Berlin, E-Mail: a.simon@agrar.hu-berlin.de (Korrespondierende Autorin); 3LAB-Landwirtschaftliche Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH, Dorfstraße 1, 14513 Teltow; 4Verband der Deutschen Milchwirtschaft e.V. (VDM), Jägerstraße 51, 10117 Berlin, E-Mail: c.oertel@vdm-deutschland.de

Zusammenfassung

In der vorliegenden Untersuchung wurden Aktivitätsbestimmungen von Aspartataminotransferase (AST), Glutamatdehydrogenase (GLDH) und Gamma-glutamyltransferase (GGT), die im Rahmen prophylaktischer Bestandsuntersuchungen an klinisch gesunden Kühen ermittelt wurden, statistisch ausgewertet. Die Daten stammten von 18 Betrieben aus den Jahren 2003 bis 2006. Insgesamt wurden Proben von 667 laktierenden bzw. 172 trockenstehenden Kühen in die Auswertung einbezogen, die pro Herde aus Datensätzen von jeweils 25 Tieren aus fünf verschiedenen Leistungsstadien bestanden. Zur Beurteilung der Enzymaktivitäten wurden Referenzwerte herangezogen, deren Verwendung allerdings mit Unsicherheiten behaftet ist, da in der Literatur für gleiche Enzyme unterschiedliche Werte angegeben werden. Die verwendeten Referenzwerte von 10.5 U/l, 105 U/l und 27 U/l für GLDH, AST bzw. GGT wurden bei 80%, 28% bzw. 64 % der laktierenden Kühe überschritten. Die Untersuchung des Einflusses von Laktationsphase und -nummer, der Betriebszugehörigkeit, der aktuellen Milchleistung und der Einsatzleistung auf die Enzymaktivitätswerte ergab, dass ein Einfluss dieser Faktoren zwar besteht, er aber sehr gering ist. Die hohe Variabilität der Enzymaktivitätswerte konnte durch die untersuchten Faktoren nur zu einem sehr geringen Teil erklärt werden. Aufgrund dieser hohen Variabilität ist die Übertragbarkeit der Ergebnisse ausgewählter Probanden auf eine ganze Herde eingeschränkt. Die Ursache ist in der problematischen Anwendung von Referenzwerten und in der hohen Variabilität der Enzymaktivität zu sehen.

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Keywords/Stichworte:Milchkühe; Leberenzymaktivität; Milchleistung; Laktationsphase; Referenzwerte

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