Einfluss des Transferrin- und Hämoglobin-Polymorphysmus auf die hygienische Qualität von Schafmilch
R. Steppa ; J. Wójtowski ; Sylwia Bielinska ; Maria Keszycka ; Department of Sheep, Goat and Fur Animals Breeding, Poznan University of Life Sciences, Zlotniki, Sloneczna St. 1, 62-002 Suchy Las. E-Mail: whibz.khoik@up.poznan.pl
Zusammenfassung
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war zu untersuchen, welche von den Transferrin (Tf)- und Haemoglobin(Hb)-Genotypen in der Schafmilch als genetische Marker für Keimzahl und somatische Zellzahl geeignet sind. Es wurde auch der Einfluss beider Genotypen auf die Milchzusammensetzung untersucht. Die Untersuchungen wurden in Jahren 2004-2006 in Zlotniki, einer Versuchsstation der Naturwissenschaftlichen Universität zu Poznan, durchgeführt. Bei den Mutterschafen mit Transferrin Tf-BP-Genotyp betrug die Konzentration der somatischen Zellen log SCC= 6,26 und war signifikant höher als in der Milch der Schafe der Genotypen Tf-BB, Tf-AD und Tf-CC (entsprechend: 4,56; 4,76 und 5,04). Die geringste Keimzahl wurde in der Milch der Schafe mit dem Genotyp Tf-CE (TBC= 3,87) nachgewiesen. Auch die Milch der Schafe der Genotypen Tf-BB hatte eine geringe Keimzahl, log TBC= 4,35. Die Protein-, Fett- und Trockensubstanzkonzentration (%) in der Milch der Schafe mit unterschiedlichen Hämoglobingenotypen war verschieden. In der Milch der Mutterschafe mit dem Hämoglobin Hb-AB war die Konzentration der somatischen Zellen (log SCC= 4,96) signifikant geringer als bei den Tieren mit Hb-BB (5,62). Die geringste Keimzahl (log TBC= 4,51) wurde in der Milch der Hb-BB-Schafe nachgewiesen.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung weisen auf eine Möglichkeit der Nutzung von Transferrin- und Hämoglobin-Genotypen für die Selektion auf die hygienische Qualität der Schafmilch hin.
Keywords/Stichworte:Transferrin, Hämoglobin, genetische Marker, Schafmilch
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